Die Laïcite ist im Grunde eine Form des Säkularismus, der das Prinzip der Trennung des Staates von jeder religiösen Institution darstellt. Während die Wurzeln des Säkularismus bis zur Französischen Revolution zurückreichen, fühlten andere, dass ihre Werte geschützt werden müssen.

Frankreich hat seine eigene Version des Säkularismus, genannt Laïcité. Hier wird religiöser Einfluss in der Regierung stark entmutigt und umgekehrt. Stattdessen wird Religion als Teil des privaten Lebens einer Person angesehen.

Wann begann die Laïcité?

Der Säkularismus geht auf die Französische Revolution von 1789 zurück. In dieser Zeit fühlten aufgeklärte Denker, dass sie die Werte, die ihnen nahe standen, schützen mussten. Im 19. Jahrhundert war der Kampf zwischen zwei Versionen Frankreichs deutlich. Die säkularen Republikaner hatten Schwierigkeiten, die Katholische Kirche zu bändigen.

Bis 1862 verwandelte sich der sogenannte säkulare Krieg in einen Kulturkampf. Lehrkräfte, die an den Säkularismus glaubten, wurden die Schwarzen Husaren der Republik genannt. 1946 wurde die Laïcité in die französische Verfassung aufgenommen. Artikel 1 besagt, dass Frankreich eine säkulare Republik ist. (Source: The Local France)

Hat Frankreich irgendeinen Einfluss auf andere Nationen gehabt?

Die kurze Antwort darauf ist ja. Frankreichs Bewegung zum Säkularismus hat mehrere katholische Länder beeinflusst. Mexiko, das stark von der Katholischen Kirche gelenkt wird, ist eines davon. (Source: The Local France)

Was bedeutet Laïcité eigentlich?

Der Begriff Säkularismus hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Leider bedeutet das, dass es keine klare und präzise Definition des Begriffs gibt. Aber das Prinzip dahinter bleibt bestehen.

Aufgrund der möglichen Verwirrung über den Begriff hat die französische Regierung dafür gesorgt, dass die Öffentlichkeit gut informiert ist. Daher wurde eine Website eingerichtet, die alle Fragen der Menschen zum Säkularismus beantwortet. Sie können die Seite hier ansehen.

Die umfangreichen Artikel auf der Seite lassen sich auf diese Kernprinzipien zusammenfassen: staatliche Neutralität, Respekt für alle Glaubensrichtungen, Religionsfreiheit und das Fehlen einer offiziellen Anbetung.

Das bedeutet im Grunde, dass der Säkularismus in Frankreich die Freiheit jedes Einzelnen fördert, an das zu glauben, was er möchte, und seine Rechte nach Belieben auszuüben. Sie können dies frei tun, ohne Eingriffe der Regierung. (Source: The Local France)

Wie praktiziert die Regierung Laïcité in der Realität?

Der Staat muss im Allgemeinen neutral bleiben. Daher darf kein öffentlicher Beamter religiöse Gegenstände tragen oder seine Religion offen zeigen. Das bedeutet, dass sie keine Kreuze, Hijabs, Kippas oder sonstige religiöse Kleidung tragen dürfen. Diese Regel gilt auch für öffentliche Institutionen wie Schulen, Polizeidienststellen usw.

Hier entsteht das Problem. Frankreich erlaubt die private Ausübung des Glaubens, hat jedoch Schwierigkeiten, das Recht der Menschen zu akzeptieren, ihre Überzeugungen im Alltag anzuwenden. Man könnte denken, dass dies in der modernen Zeit abgeschafft sein sollte, doch in einer jüngsten Aktualisierung verbot Frankreich die Verwendung des Niqabs an öffentlichen Orten. (Source: The Local France)

Wird Laïcité missverstanden?

Aufgrund der modernen Zeiten wird der Säkularismus am meisten missverstanden. Während einer Sitzung der La République en Marche verließ ein französischer Abgeordneter abrupt die Versammlung, weil eine Frau im Hijab anwesend war. Er sagte, es sei unerträglich und unvereinbar mit den Werten der Republik. (Source: The Local France)