Curry ist in jeder japanischen Küche einheimisch bekannt. Man findet es in Verkaufsautomaten in jedem Lebensmittel‑ und Convenience‑Geschäft. Die Japaner haben den Geschmack von Curry sehr gut übernommen und ihn in ihr tägliches Menü aufgenommen. Wer hat sie beeinflusst und ihnen dieses Gericht vorgestellt?

Die Briten waren es, die Curry nach Japan brachten. Nachdem Japan seine Isolationsstrategie beendet hatte, holten die Briten das Curry aus Indien zurück nach Großbritannien und stellten es den Japanern vor. Curry gilt in Japan als westliches Gericht.

Woher stammt der Begriff “Curry”?

Es gibt mehrere Vorstellungen darüber, wie das Wort curry entstanden ist. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass es von einem tamilischen Ausdruck für Sauce oder Suppe über Reis abgeleitet ist oder von einem allgemeinen Namen für würzigen Reis mit Suppe, der regelmäßig in Indien und Sri Lanka konsumiert wird. Der wahre Ursprung ist jedoch weiterhin unbekannt. (Source: S & B Curry)

Der Ursprung des japanischen Currys

Im Jahr 1600 gründeten die Briten die East India Company und begannen, den indischen Subkontinent zu kolonisieren. Gleichzeitig drangen europäische Mächte wie die Niederlande und Frankreich nach Asien vor, was den Handel verstärkte. Viele Briten kehrten nach dem Kennenlernen indischer Küche in ihr Heimatland zurück, und es verbreitete sich rasch im ganzen Land.

Das Gewürz Garam Masala wurde dann nach Großbritannien importiert, und ein britisches Unternehmen namens C&B begann Anfang des 18. Jahrhunderts, das erste Curry‑Pulver der Welt herzustellen. In Kombination mit einer Roux aus der westlichen Küche entstand ein dickeres Curry, das anschließend die Grundlage des japanischen Currys bildete.  (Source: S & B Curry

Wie kam Curry nach Japan?

Curry soll aus dem Westen nach Japan gelangt sein, als die Häfen am Ende der Edo‑Ära wieder geöffnet wurden, und das erste Curry‑Rezept wurde etwa 1872 in Japan eingeführt. Nach 200 Jahren der Isolation war das ganze Land bestrebt, die westliche Zivilisation, einschließlich der Gastronomie, zu übernehmen.

Curry und Reis hingegen war ein Teil teurer Gourmetkost, die achtmal mehr kostete als das durchschnittliche Abendessen der einfachen Leute, Morisoba oder Buchweizennudeln, die mit einer Sojasaucen‑Brühe serviert wurden, trotz seiner raschen Beliebtheit.

Das Rezept für japanisches Curry und Reis, das Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln enthält, wurde in den 1910er‑Jahren entwickelt. Die japanische Armee übernahm dieses Gericht wegen seiner nahrhaften Vorteile und einfachen Zubereitung. Minejiro Yamazaki, der Gründer von S&B Foods Incorporated, begann 1923, ein japanisches Curry‑Pulver herzustellen. Nach vielen Versuchen erreichte er schließlich sein Ziel. Curry‑Pulver ist heute in jedem Haushalt. (Source: S & B Curry)

Heutiges Curry in Japan

Japanisches Curry hat sich zu einem der beliebtesten Gerichte in japanischen Haushalten entwickelt. Studien zufolge konsumiert der durchschnittliche Japaner 62 Curry‑Mahlzeiten pro Jahr, was bedeutet, dass die meisten Menschen in Japan mehr als einmal pro Woche Curry essen.

Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln und gelegentlich Sellerie gehören zum traditionellen japanischen Curry, das in einem großen Topf gekocht wird. Geriebene Äpfel oder Honig werden manchmal für zusätzliche Süße verwendet, und andere Gemüse werden häufig ausgetauscht. (Source: S & B Curry)