Der Kalte Krieg beschleunigte die Entwicklung militärischer Technologie aufgrund der Angst vor einem weiteren Weltkrieg. Zu den Verbesserungen gehörte ein einzigartiger Ansatz, wie Tiere bei militärischen Bedürfnissen helfen könnten. Hast du dich jemals gefragt, welches Tier die nukleare Bewaffnung der Nation schützt?
Militärische Delfine schützen seit etwa 25 % des nuklearen Arsenals der Vereinigten Staaten. Diese Delfine werden seit 2010 trainiert, um den Bestand zu sichern, indem sie ihr biologisches Sonar nutzen, um Gefahren unter dem Meer zu erkennen.
Die Geschichte der Marine‑Delfine
Der Einsatz von Meeressäugern begann erstmals mit dem Start des Marine‑Mammal‑Programms im Jahr 1960. Sein ursprüngliches Ziel war es, effizientere Methoden zur Erkennung von Unterwassergefahren zu entwickeln, indem man das fortschrittliche biologische Sonar der Delfine studierte. Das Programm wollte außerdem von diesen Tieren lernen, um bessere Boote und U‑Boote zu bauen.
Die Marine bildete dann Delfine, Belugawale, Seelöwen und andere Meeressäuger aus, um Unterwasseraufgaben zu erledigen, wie das Liefern von Ausrüstung an Taucher, das Auffinden und Bergen verlorener Gegenstände, das Bewachen von Booten und U‑Booten sowie das Durchführen von Überwachungsarbeiten unter Wasser mit einer an ihrem Kopf befestigten Kamera.
Fünf Jahre später konnte der erste Schmalbrustdelfin namens Tuffy eine offene Ozean‑Militärübung absolvieren. Tuffy lieferte Post und Werkzeuge an Marinepersonal im Sea Lab II, das 200 Fuß unter Wasser lag. Tuffy wurde außerdem trainiert, verlorene Taucher in Sicherheit zu führen.
Während des Vietnamkriegs wurden Delfine in die Cam Ranh Bay verlegt, um Unterwasserüberwachung durchzuführen und Marineboote vor feindlichen Schwimmern zu schützen. Die Marine soll diesen Delfinen angeblich beigebracht haben, feindliche Schwimmer anzugreifen und zu töten, doch dieses Gerücht wurde dementiert. Gleichzeitig wurde das Programm erweitert und es wurden weitere Delfine gesammelt, die für Überwachungszwecke ausgebildet werden sollten.
Die Marine setzte in den späten achtziger Jahren sechs Delfine im Persischen Golf ein. Die Delfine patrouillierten im Hafen von Bahrain, um US‑Schiffe zu schützen, und eskortierten kuwaitische Öltanker, um Unterwasserminen zu vermeiden. In den frühen neunziger Jahren sollten die Delfine die Trident‑Raketenbasis in Bangor, Washington, schützen. Der Plan wurde jedoch verworfen, nachdem Tierschützer Klage gegen die Marine nach dem National Environmental Protection Act eingereicht hatten.
Das Programm wurde nach dem Kalten Krieg deklassiert und eingestellt. Es wurde nur ein Trainingszentrum erhalten, und etwa 30 Delfine wurden aus dem aktiven Dienst entlassen. (Quelle: PBS)
Bangor, Washington bewachen
Der Plan, militarisierte Delfine zum Schutz von Bangor, Washington einzusetzen, wurde 2010 wiederbelebt und in die Tat umgesetzt. Laut dem Sprecher der Marine, Chris Haley, schützen die Delfine die zum Meer hin gerichtete Seite der Basis, und das ist entscheidend, da Bangor etwa 25 % der 9.962 nuklearen Sprengköpfe des Landes beherbergt. (Quelle: Military)
Etwa 20 Delfine sowie kalifornische Seelöwen patrouillieren die Ufer rund um die U‑Boot‑Basis. Dies war Teil der verstärkten Sicherheitsmaßnahmen der Marine als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001.
Die Delfine werden von ihren menschlichen Betreuern begleitet, wenn sie die Küste patrouillieren. Die Betreuer nutzen Schnellboote mit angebauten Sensoren. Diese Sensoren werden aktiviert, wenn die Delfine einen Eindringling entdecken und ihre Betreuer alarmieren. Die Betreuer prüfen dann, ob eine weitere Untersuchung nötig ist, und falls erforderlich, befestigen sie ein Stroboskoplicht oder ein Geräuschgerät an der Schnauze des Delfins. Der Delfin schwimmt dann und stößt gegen den Eindringling, wobei das Licht oder das Geräuschgerät fällt, um die Position für den Betreuer zu markieren. (Quelle: Scientific American)






