Fledermäuse gehören zu den am meisten missverstandenen Lebewesen in der Natur. Sie sind für die Gesundheit und Wirtschaft unseres Ökosystems unverzichtbar, obwohl sie manchmal gefürchtet und verachtet werden. Hast du dich jemals gefragt, wie Fledermäuse der großflächigen Landwirtschaft helfen?
Fledermäuse können genug Insekten und Schädlinge verzehren, um landwirtschaftliche Schäden und den Einsatz von Pestiziden zu verhindern, was die US-Landwirtschaft jährlich über 1 Milliarde US‑Dollar kostet.
Wie sind Fledermäuse für die Landwirtschaft relevant?
Fledermäuse sind entscheidend für die Samenausbreitung, die Bestäubung von Pflanzen und die Schädlingsbekämpfung. Laut aktueller Forschung würde der US-Maissektor allein mehr als 1 Milliarde US‑Dollar jährlich an Ernteschäden und Chemiekosten einsparen, wenn Fledermäuse genug Insekten verzehren würden, um diese zu verhindern. Insekten, die von Fledermäusen gefressen werden, führen zu Einsparungen von über 3 Milliarden US‑Dollar pro Jahr in der landwirtschaftlichen Produktivität.
Während viele Fledermäuse Insekten fressen, ernähren sich andere von Nektar und sind wichtige Bestäuber vieler Pflanzen, darunter Agave, Pfirsiche, Nelken und Bananen.
Tatsächlich wird die Agave‑Pflanze, ein wesentlicher Bestandteil von Tequila, ausschließlich von Fledermäusen bestäubt.
Die Frucht dient als dritte Nahrungsquelle für Fledermäuse und verleiht der Samenausbreitung eine weitere wichtige ökologische Funktion.
Bis zu 95 % der für die frühe Entwicklung frisch zerstörter Regenwälder notwendigen Samenausbreitung können auf fruchtfressende Fledermäuse zurückgeführt werden. (Quelle: United States Fish and Wildlife Service)
Sind Fledermäuse gefährdete Tiere?
Leider schrumpfen die Fledermauspopulationen weltweit. Da die Menschen die Bedeutung von Fledermäusen für ein gesundes Ökosystem nicht erkennen, werden viele Fledermäuse unnötig getötet. Der Bedarf an Winterschutz während der Winterruhe benachteiligt Fledermäuse, die in Höhlen hibernate, zusätzlich. Negative Auswirkungen menschlicher Aktivitäten umfassen die Zerstörung von Lebensräumen und Störungen der Winterruhe.
Um die Situation zu verschlimmern, hat ein seit seiner Entdeckung im Jahr 2006 bekannter Pilz, das White‑Nose‑Syndrom, mehr als 5 Millionen Fledermäuse getötet und sich alarmierend über Nordamerika ausgebreitet. Da Menschen den Pilz unbeabsichtigt an ihren Schuhen, ihrer Kleidung oder Ausrüstung transportieren, kann er von Fledermaus zu Fledermaus, von Höhle zu Höhle und sogar von Höhle zu Höhle verbreitet werden. Da zahlreiche Fledermäuse den Winter in denselben Höhlen verbringen, kann der Pilz, einmal etabliert, eine ganze Fledermauskolonie vollständig auslöschen. (Quelle: United States Fish and Wildlife Service)
Wie verwalten Behörden Naturschutzinitiativen?
Der US Fish and Wildlife Service arbeitet mit Partnern auf dem gesamten Kontinent zusammen, um Fledermäuse zu schützen, Heilmittel zu entdecken, die die Ausbreitung der Weißnasenkrankheit verhindern, und das Bewusstsein dafür zu stärken, wie einzigartig und gefährdet Fledermäuse sind. Das Gesetz zum Schutz gefährdeter Arten (Endangered Species Act) führt nun mehr als 15 Fledermausarten als national bedroht, gefährdet oder zur Prüfung im Kandidaten‑ bzw. Petitionsverfahren auf.
Viele Fledermausarten wurden noch nicht gründlich untersucht, um ihre Notwendigkeit für den Naturschutz festzustellen. Biologen und Forscher führen Erhebungen durch und verwenden Bänder und Sender, um mehr über die Wanderungen, den Lebensraum und die Lebensdauer von Fledermäusen zu erfahren.
Eine aktuelle Studie zeigte, dass mehr als 150 gefährdete Indiana‑Fledermäuse den Sommer über in einem einzigen Baum in Missouri Schutz fanden. (Quelle: United States Fish and Wildlife Service)






