Manatis sind große, sanfte Meeressäuger, die in flachen Küstengewässern leben. Der Manati ähnelt einer großen Robbe, ist aber nicht mit Robben verwandt. Außerdem können diese unglaublichen Meeresbewohner bis zu 10 Fuß lang werden und bis zu tausend Pfund wiegen. Sie sind auch als Seekühe bekannt und besitzen eine faszinierende Biologie und Verhaltensweisen. Aber wusstest du, dass sie ihre Fürze zum Schwimmen benutzen?

Manatis schwimmen mit ihren Fürzen. Sie halten ihr Gas zurück, um näher an die Meeresoberfläche zu gelangen, und stoßen es dann aus, um wieder zum Grund zurückzukehren.

Fürze für Auftrieb

Manatis nutzen Flatulenz, um ihre Auftriebskraft zu regulieren. Manatis furzen tatsächlich! Viele Tiere, einschließlich Manatis, produzieren Methangas in ihrem Verdauungstrakt. Dieses Gas entsteht, wenn Bakterien das von dem Tier gefressene Pflanzenmaterial zersetzen. Methangas sammelt sich im Dickdarm der Manatis an und verlässt den Körper als Flatulenz.

Manatis steigen zur Wasseroberfläche auf, indem sie Gas in einem speziellen Darmbeutel speichern. Ein Manati stößt Gas aus, um in größere Tiefen zu sinken (ja, er furzt!). Manatis profitieren von dieser Anpassung, weil sie häufig die Wassertiefe ändern müssen, um Nahrung zu finden oder einem seltenen Raubtier zu entkommen. Außerdem schwimmen Manatis in tiefere Bereiche, um nicht von Booten und Schiffen verletzt zu werden.

Verstopfung beeinträchtigt die Fähigkeit eines Manatis, sich im Wasser zu bewegen, weil das Abgeben von Gas so wichtig für ihren Auftrieb ist. Wenn du also einen lebenden Manati siehst, der mit dem Schwanz nach oben nahe der Wasseroberfläche eine Weile schwebt, hat er wahrscheinlich Verdauungsprobleme. (Quelle: A to Z Animals

Die extrem langen Därme des Manatis

Der Verdauungstrakt des Manatis ist beeindruckend, mit fast 150 Fuß langen Därmen! Da die Verdauung ihrer überwiegend pflanzlichen Nahrung Zeit braucht, sind die Därme des Manatis sehr lang.

Eine Studie über die Magen-Darm-Trakte von Florida-Manatis ergab, dass die lange Länge ihrer Därme notwendig ist, um die faserigen Pflanzenkost, die sie verzehren, zu zersetzen.

Dieser Verdauungsprozess kann bis zu einer Woche dauern! Aufgrund ihrer langen Därme, des vergrößerten Hinterdarms und anderer Anpassungen des Verdauungssystems können Manatis viele Nährstoffe aus den Pflanzen, die sie fressen, extrahieren. (Quelle: A to Z Animals

Zähne rein, Zähne raus

Manatis haben vier Paare hinterer Zähne, die als “Marschiermolaren” bezeichnet werden und ständig ersetzt werden. Der Manati ist das einzige Säugetier, das im Erwachsenenalter weiterhin Zähne verliert und ersetzt.

Ein neuer Backenzahn kann bis zu sechsmal im Laufe seines Lebens am hinteren Teil des Kiefers des Manatis hervortreten und einen alten Backenzahn nach vorne schieben. Dann fallen, wenn die vorderen Backenzähne abnutzen, die alten aus. Dies wird als Hintere‑Backenzahn‑Progression bezeichnet. Sie hält die Zähne des Manatis scharf, damit er sein Lieblingsfutter kauen kann. (Quelle: A to Z Animals

Kleines winziges Gehirn

Das Gehirn des Manatis ist im Vergleich zu seiner Körpergröße winzig. Das Gehirn eines Manatis ist etwa so groß wie das eines Menschen, aber Manatis sind viel größere Tiere. Mit anderen Worten, das Gehirn eines Manatis nimmt im Kopf weniger Platz ein als das Gehirn eines Menschen.

Aber lassen Sie sich nicht von diesem Größenvergleich täuschen. Das Gehirn‑zu‑Körper‑Verhältnis des Manatis zeigt, dass die Körper der Manatis riesig sind! Trotzdem funktioniert ihr Gehirn normal. Manatis sind intelligente Tiere mit ähnlichen Auffassungsfähigkeiten wie Delfine. Diese sanften Riesen bewegen sich langsam, lernen aber schnell. (Quelle: A to Z Animals

Bild von Doi.Gov