Die Sultana war ein kommerzielles Seitenschiff‑Dampfschiff, das in Cincinnati, Ohio, gebaut wurde und im Besitz von Kapitän Preston Lodwick war. Aber hast du von dem tragischen Ende des Bootes gehört?

Im Jahr 1865 sank die Sultana am Mississippi. Die Katastrophe forderte mehr als 1.400 Passagiere, fast die gleiche Zahl an Opfern wie die Titanic. Das Ereignis bleibt die schlimmste maritime Katastrophe in der Geschichte der USA.

Die Tragödie der Sultana‑Dampfschiff

Die Sultana war ein Holzschiff, das 1863 gebaut wurde. Die Sultana war 260 Fuß lang und hatte eine gesetzliche Kapazität von 376 Personen. Das Dampfschiff transportierte häufig Passagiere und Fracht zwischen St. Louis und New Orleans über den Mississippi.

Während sie in Vicksburg lag, um Probleme zu beheben und notwendige Reparaturen durchzuführen, mietete die US‑Regierung das Boot nur wenige Tage nach dem Bürgerkrieg. Sie wollten das Schiff nutzen, um ehemalige Unionsgefangene zurück in den Norden des Landes zu transportieren.

J. Cass Mason, der Kapitän der Sultana, nahm den Auftrag an, was jedoch bedeutete, dass das Boot nicht die umfangreichen und zeitaufwändigen Reparaturen erhielt, die es dringend benötigte. Mason entschied sich, den undichten Kessel an Bord einfach zu flicken. Gleichzeitig befahl der Unionsarmee‑Kapitän George Williams hastig, dass das Schiff ablegen solle. Mason befürchtete, dass andere Offiziere Bestechungsgelder annahmen, um Gefangene auf anderen Booten zu transportieren.

Die Anforderung stellte ein Problem für das Boot und seine Besatzung dar. Mehr als 2.000 Unionssoldaten wurden in das Schiff gedrängt, obwohl das Fahrzeug nur 376 Passagiere transportieren konnte. Trotz mehrerer Bedenken wegen Überladung, die von anderen Offizieren geäußert wurden, bestand Williams darauf, dass alle mit der Sultana reisen.

Die Sultana segelte am 27. April 1865 ab. Aufgrund der schweren Überladung und der schnellen Flussströmung explodierten die neu geflickten Kessel. Die Kessel zertrümmerten das Boot und lösten unkontrollierbare Brände aus. Mehr als 1.400 Menschen starben, als das Schiff brannte. Die Überlebenden, die ans Ufer schwimmen konnten, starben einige Tage später an schweren Verbrennungen. Der Sultana‑Unfall ist der tödlichste maritime Vorfall in der Geschichte der USA. (Quelle: Battlefields)

Was geschah mit der General Slocum? 

Der Sultana‑Vorfall ereignete sich 1865, gefolgt von der General Slocum-Katastrophe im Jahr 1904. Das Passagier‑Dampfschiff General Slocum wurde 1891 gebaut, mehrere Jahre nachdem die Sultana gesunken war.

Am 15. Juni 1904 wurde das Dampfschiff von einer örtlichen Kirchengemeinde, der St. Mark’s Evangelical Lutheran Church, gechartert, um ihre jährliche Fahrt nach Locust’s Grove in Eaton’s Neck zu machen. Die Katastrophe begann, als das Lampenhaus des Schiffes in Brand geriet. Berichten zufolge löste eine weggeworfene Zigarette höchstwahrscheinlich das Feuer aus.

In ein paar Minuten brachen in verschiedenen Teilen des Bootes Feuer aus. In wenigen Minuten töteten die Brände etwa 955 Passagiere. Forscher stellten fest, dass die Brände hätten gelöscht werden können, wenn die Besatzung des Bootes die Feuerlöschausrüstung gründlich überprüft und gewartet hätte. Beide Schiffe, die Sultana und die General Slocum, sanken aufgrund mangelhafter Wartungsarbeiten. Experten entdeckten außerdem, dass die Rettungswesten mit 8 Unzen Eisenstangen im Korken gefüllt waren. (Quelle: Fantastic Facts)