Es gibt Dutzende von Tieren, die wir ausbilden können, um bei menschlichen Aktivitäten zu helfen; wir haben Polizeihunde, Arbeitspferde und Brieftauben. Aber wusstest du, dass Ratten ebenfalls extrem leicht zu trainieren sind?

Eine afrikanische Riesenbeuteltatze wurde für ihre Arbeit bei der Erkennung von Landminen mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Ratten können trainiert werden, chemische Verbindungen in Sprengstoffen zu verfolgen, während sie das Schrottmetall völlig ignorieren, was die Minensuche beschleunigt.

Was ist die PDSA?

PDSA steht für People's Dispensary for Sick Animals. Diese Organisation wurde 1917 von Maria Dickin gegründet. Es ist eine tierärztliche Wohltätigkeitsorganisation, die im Vereinigten Königreich begann.

Maria Dickin arbeitete hart daran, den Zustand des Tierschutzes nach dem Ersten Weltkrieg zu verbessern. Sie eröffnete eine Klinik, in der verarmte Menschen kostenlose Behandlung für ihre kranken Tiere erhalten konnten. Anschließend entwickelte sie die erste mobile Tierklinik. Kurz darauf waren diese mobilen Kliniken im ganzen Land verbreitet. (Quelle: BBC News)

Wer ist Magawa?

Magawa ist eine afrikanische Riesenbeuteltatze, die für das Aufspüren von Landminen in Kambodscha mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Er konnte in seiner gesamten Laufbahn 39 Landminen und etwa 28 nicht detonierte Munition erschnüffeln.

Die PDSA verlieh diesem mutigen kleinen Kerl eine Goldmedaille für seine lebensrettende Pflichtbewusstsein. Für tierische Tapferkeit oder Pflichtbewusstsein

Magawa wurde in Tansania geboren und dort aufgezogen. Er wiegt etwa 1,2 kg und ist etwa 28 Zoll (ca. 71 cm) lang. Er ist im Vergleich zu anderen Rattenarten ziemlich groß, aber immer noch klein genug, um sicher über Landminen zu laufen, ohne sie zu detonieren. Er kann mehrere Minen in einem großen Feld in nur 20 Minuten finden. Seine Trainer sagen, dass ein Mensch dafür ein bis vier Tage benötigen würde. (Quelle: BBC News)

Wie können Nagetiere Landminen finden?

Ratten können im Allgemeinen darauf trainiert werden, bestimmte Verbindungen zu erkennen, die nur in Sprengstoffen vorkommen. Auf diese Weise ignorieren sie Schrott und andere Ablenkungen und gehen direkt zu den Minen. Das beschleunigt die Suche für Menschen. Sobald die Ratten das Sprengstoffmaterial gefunden haben, kratzen sie die Oberfläche und alarmieren ihre menschlichen Gegenstücke. (Quelle: BBC News)

Wer hat Magawa ausgebildet?

Magawa, die siebenjährige Ratte, wurde von der in Belgien registrierten Wohltätigkeitsorganisation Apopo ausgebildet. Diese Organisation hat ihren Sitz in Tansania und beschäftigt sich seit den 90er‑Jahren damit, HeroRATs zu züchten, die bei der Aufspürung von Landminen helfen.

Alle Tiere, die von dieser Organisation ausgebildet werden, erhalten ein Zertifikat. Christophe Cox, der Geschäftsführer von Apopo, sagte gegenüber der Presse, dass sie sehr stolz auf Magawas Leistung seien. (Quelle: BBC News)

Diese Medaille zu erhalten ist wirklich eine Ehre für uns, aber auch ein großer Gewinn für die Menschen in Kambodscha und all die Menschen weltweit, die unter Landminen leiden.

Christophe Cox

Magawas Arbeit rettet und verändert direkt das Leben von Männern, Frauen und Kindern, die von diesen Landminen betroffen sind. Jede Entdeckung, die er macht, verringert das Risiko von Verletzungen oder Todesfällen für die örtliche Bevölkerung.

Jan McLoughlin

Wie gravierend ist das Landminenproblem in Kambodscha?

Laut der für die Minenräumung zuständigen NGO gibt es seit den späten 70er‑Jahren etwa 64 000 Opfer und 25 000 Amputierte aufgrund dieser Landminen. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama verhängte ein Verbot für den Einsatz von Landminen. Im Januar 2020 hob der aktuelle US-Präsident Donald Trump diese Beschränkungen auf. (Quelle: BBC News)