Penn Jillette war weithin bekannt für seine Rolle in der Fernsehshow Penn and Teller. Wenig wussten wir, dass er ein Allround‑Entertainer, Schriftsteller, unser guter alter Alleskönner war.
Penn Jillette war in den 1990er Jahren ein beliebter Kolumnist einer Computerzeitschrift, der Leser hereinzog und zufällig Uma Thurman erwähnte. Er half außerdem, eine Verschwörungstheorie zu entlarven, die behauptete, dass Microsofts Wingdings‑Schrift versteckte Botschaften enthielte.
Wer ist Penn Jillette?
Penn Fraser Jillette wurde am 5. März 1955 in Greenfield, Massachusetts, als Sohn von Samuel und Valda Jillette geboren. Jillette wuchs in einer kirchlichen Familie auf, wurde jedoch in seinen frühen Jahren Atheist. Er war desillusioniert von den „anti‑familiären“ Darstellungen in der Bibel, wie etwa als Abraham gebeten wurde, seinen Sohn zu töten, und als Jesus seine Jünger aufforderte, ihre Familien zu verlassen, um ihm zu folgen.
Jillette trat dem Ringling Brothers and Barnum & Bailey Clown College bei, nachdem er im Alter von 18 Jahren die Greenfield High School abgeschlossen hatte. Er absolvierte einen einjährigen Kurs am Clown‑College und begann nach dem Abschluss, Magie auf der Straße aufzuführen. Außerdem wusch er in Restaurants Geschirr, um mehr Einkommen zu erzielen und seine Straßenmagie‑Auftritte zu finanzieren.
1974 gründete Jillette die Show Asparagus Valley Cultural Society und trat in den 70er‑Jahren, vor allem in San Francisco, auf. 1981 änderte sich die Show zu Penn and Teller, als Chriseme die Gruppe verließ. Der Erfolg des Duos wurde deutlich durch die Fernsehserie Penn and Teller Bullshit, die von 2003 bis 2010 ausgestrahlt wurde.
Das Duo setzte die Show fort und unternahm Tourneen, die ihnen ein nationales Publikum verschafften. Während der Penn and Teller‑Show begann Jillette in verschiedenen Fernsehserien und Filmen mitzuwirken, darunter Miami Vice 1985 und Fear and Loathing in Las Vegas 1998, um nur einige zu nennen. Jillette war außerdem Co‑Produzent und Co‑Regisseur des Films The Aristocrats von 2005.
Jillette veröffentlichte ebenfalls mehrere Bücher, die er zusammen mit Teller verfasste, und schrieb 2004 seinen ersten Kriminalroman Socks. 2016 veröffentlichte er bereits sein achtes Buch, Presto!: How I Made Over 100 Pounds Disappear and Other Magical Tales. Jillette erhielt dreizehn Nominierungen für die Primetime Emmy Awards und die Writers Guild of America‑Auszeichnung für die beste Comedy/Varieté‑Show. Jillette ist weiterhin in der Unterhaltungsbranche aktiv. (Source: The Famous People)
Jillette als Tech‑Kolumnist
Bevor Computer überhaupt zum Mainstream wurden, übernahm Jillette eine Spitzenposition auf der Rückseite des Magazins PC/Computing von Ziff‑Davis. Der Chefredakteur des Magazins, Paul Somerson, stellte zu dieser Zeit ein starkes Team von Tech‑Autor*innen zusammen, zu dem auch Jillette gehörte.
Jillette war zu dieser Zeit bereits berühmt und ein etablierter Autor. Der Grund, warum Somerson Jillette in das Autorenteam aufnahm, war, dass Jillette als unverschämte Stimme hervorstach, weil er ebenso gut Popkultur wie Technologie kannte und bereits eine ausgeprägte libertäre Gesinnung hatte. Jillette war ein exzentrischer Kolumnist auf der Rückseite, der eine Hippie‑Mentalität vertrat – nicht dass er ein Hippie war, aber seine Haltung wirkte dementsprechend. Und seine Sichtweise führte unvermeidlich dazu, dass er über Themen schrieb, über die andere Kolumnist*innen nicht berichteten.
In den frühen Phasen war Jillette ein leidenschaftlicher Befürworter des Internets, insbesondere seiner Alles‑ist‑erlaubt‑Natur, die er aus libertärer Sicht energisch verteidigte. Es wurde außerdem bemerkt, dass Jillette manchmal überhaupt nicht über Computer oder Technologie schrieb, sondern seinen Chefs im Magazin Aufgaben stellte. Manchmal schrieb er sogar über die Schauspielerin Uma Thurman, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Pulp Fiction mitgewirkt hatte. Doch das Publikum genoss die albernen Kolumnen, die Jillette präsentierte. (Source: Tedium)





