Die alten Griechen nutzten einfache Beobachtungen der Sonne, um vor über 2.000 Jahren die Rundheit und Größe der Erde zu beweisen. Aber hast du dich jemals gefragt, warum Planeten rund sind oder wie sie ihre Form behalten?
Schwerkraft bewirkt, dass Planeten rund sind. Die Schwerkraft zieht von allen Seiten eines Planeten gleichmäßig. Wie die Speichen eines Fahrradreifens zieht die Schwerkraft vom Zentrum zu den Rändern.
Alle Planeten sind rund
Die acht Planeten unseres Sonnensystems unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Sie haben verschiedene Größen. Sie befinden sich in unterschiedlichen Entfernungen zur Sonne. Einige sind klein und felsig, während andere groß und gasförmig sind. Trotzdem sind sie alle schön rund. Warum ist das so? Warum haben sie nicht die Form von Würfeln, Pyramiden oder Scheiben?
Planeten entstehen, wenn Material im Weltraum zusammenstößt und sich verklumpt. Es sammelt schließlich genug Material, um eine beträchtliche Schwerkraft zu besitzen. Das ist die Kraft, die alles im Raum zusammenhält. Wenn ein Planet groß genug ist, beginnt er, seine Umlaufbahn um den Stern, den er umkreist, zu räumen. Er fängt mit seiner Schwerkraft Stücke von Weltraumschrott ein.
Schwerkraft zieht von allen Seiten eines Planeten gleichmäßig. Wie die Speichen eines Fahrradreifens zieht die Schwerkraft vom Zentrum zu den Rändern. Das führt dazu, dass die Gesamtform eines Planeten eine Kugel ist, ein dreidimensionaler Kreis. (Quelle: Space Place)
Sind Planeten ein perfekter Kreis?
Obwohl alle Planeten unseres Sonnensystems schön rund sind, sind manche runder als andere. Merkur und Venus sind am längsten. Wie Murmeln sind sie fast perfekte Kugeln. Allerdings sind nicht alle Planeten perfekt rund.
Saturn und Jupiter sind in der Mitte leicht dicker. Sie wölben sich am Äquator, wenn sie rotieren. Was verursacht das? Wenn etwas rotiert, wie ein drehender Planet, müssen die äußeren Teile schneller bewegen als die inneren, um mitzuhalten. Das gilt für alles, was sich dreht, etwa ein Rad, eine DVD oder ein Ventilator. Die am Rand befindlichen Teile müssen die größte Strecke am schnellsten zurücklegen.
Die Schwerkraft hält die Ränder entlang des Äquators eines Planeten, einem Kreis, der halb zwischen Nord- und Südpol liegt, aber beim Drehen wollen die Dinge wie Schlamm von einem Reifen nach außen fliegen. Saturn und Jupiter sind riesig und rotieren mit halsbrecherischer Geschwindigkeit, doch die Schwerkraft hält sie zusammen. Deshalb haben sie eine Ausbuchtung in der Mitte. Die zusätzliche Breite wird als Äquatorialwulst bezeichnet.
Saturn hat die größte Ausbuchtung aller Planeten unseres Sonnensystems. Die Durchmesser von Pol zu Pol sind nicht gleich den Durchmessern am Äquator. Saturn ist in der Mitte um 10,7 % dicker. Jupiter ist in der Mitte um 6,9 % dicker.
Statt perfekt rund wie Murmeln zu sein, sind sie wie Basketballs zusammengedrückt, als ob jemand darauf sitzt. (Quelle: Space Place)
Wie sieht es mit kleineren Planeten aus?
Erde und Mars sind klein und rotieren nicht so schnell wie die Gasriesen. Sie sind keine perfekten Kugeln, aber sie sind runder als Saturn und Jupiter. Die Mitte der Erde ist um 0,3 % dicker, während die Mitte des Mars um 0,6 % dicker ist. Man kann sagen, sie sind sehr rund, weil sie nicht einmal einen vollen Prozentpunkt dicker in der Mitte sind.
Uranus und Neptun liegen dazwischen. Die Mitte des Uranus ist um 2,3 % dicker. Neptun hat eine um 1,7 % größere Dicke. Sie sind nicht perfekt rund, aber sie kommen nahe dran. (Quelle: Space Place)






