Jonas Hanway wählte eine seltsame Art, aufzufallen. In den frühen 1750er Jahren, nach seiner Rückkehr aus Frankreich, spazierte er mit einem Regenschirm über dem Kopf durch das verregnete London. Die Leute bewunderten die Zweckmäßigkeit nicht stillschweigend. Atlas Obscura beschreibt, wie Passanten hupten, höhnten und ihn anstarrten, als hätte er einen fremden Witz auf die Straße gebracht.[1]
Jonas Hanway wird oft als der erste Londoner Mann in Erinnerung behalten, der einen Regenschirm in der Öffentlichkeit trug. Das Objekt, das später zur gewöhnlichen Regenbekleidung wurde, erschien vielen Londonern zunächst wie eine französische, feminine und leicht lächerliche Weigerung, nass zu werden.
Notes and Queries fasste die Komödie später in einer scharfen Zeile zusammen: Hanway lebte lange genug, um über die Kutscher von Mietkutschen zu triumphieren, die versuchten, ihn auszuhupen und zu vertreiben.[2] Ihre Irritation war sowohl praktisch als auch theatralisch. Ein Fußgänger, der sich trocken halten konnte, war ein nasser Kunde weniger, der in eine Kutsche stieg.
In den Londoner Straßen, die bereits von Regen, Schlamm, Pferden und Mietkutschen überfüllt waren, trug der Regenschirm ein zweites Wettersystem um sich herum. Frauen hatten Regenschirme schon früher benutzt, und die französische Mode hatte dazu beigetragen, das Gerät jenseits des Ärmelkanals vertraut zu machen. Für englische Männer, denen der Ruf wichtig war, lag das Problem darin, was das Objekt zu sagen schien, bevor es einen einzigen Tropfen abhielt.
Die kurze Gedenkbiographie der Westminster Abbey attestiert Hanway ein geschäftigeres Leben, als die Regenschirm-Anekdote vermuten lässt. Er war Kaufmann, Schriftsteller, Philanthrop, Gründer der Marine Society und Fürsprecher armer Kinder und Schornsteinfeger.[3] Er schrieb über Handel, Wohltätigkeit, Gefängnisse, Tee und öffentliche Moral. Der Mann unter dem Regenschirm hatte seit langem die Gewohnheit, zu hinterfragen, ob gewöhnliche Bräuche Gehorsam verdienten.
Auf nassem Pflaster brauchte diese Gewohnheit kein Flugblatt. Jeder Spaziergang inszenierte das Argument im Kleinen: ein Mann blieb trocken, während Fremde Unbehagen als Zeichen von Charakter betrachteten. Die Spottrufe bewiesen nicht, dass das Gerät nutzlos war. Sie bewiesen, dass das Gerät vor den Manieren angekommen war, die nötig waren, um es zu akzeptieren.
Jahrzehnte später konnte ein nasser Fußgänger einen Regenschirm öffnen, ohne die Straße in ein kleines Theater zu verwandeln. Derselbe gekrümmte Griff, der einst zum Lachen einlud, wurde zu dem vernünftigen Gegenstand, den man vor dem Verlassen des Hauses ergriff. Der hartnäckige Teil war nie der Regen. Es war die Menge, die entschied, wann ein nützliches Objekt aufgehört hatte, lächerlich auszusehen.
Hanway starb 1786, mit einem Denkmal in der Westminster Abbey und einem Ruf, der weit über Regenbekleidung hinausging.[3] Dennoch ist das Bild, das bleibt, kleiner als ein Denkmal: ein Mann, der eine nasse Londoner Straße unter schwarzem Stoff überquert, Kutschenräder in der Nähe, Lachen in der Luft, der an der Zukunft mit einem gekrümmten Griff festhält.


