Die Footballspieler von Oklahoma State aßen Erdnussbutter- und Marmeladensandwiches und warteten einen Sturm ab. Ihr Trainer schlief normalerweise um zehn Uhr. Um Mitternacht hatten sie das Spiel immer noch nicht begonnen.[2]
Tulsas Band hatte am Samstag, dem 17. September, bereits die Nationalhymne gespielt, als der herannahende Sturm den gewohnten Countdown zum Anpfiff unterbrach. Den Fans wurde geraten, sich in den Gängen, der Basketballarena oder ihren Fahrzeugen in Sicherheit zu bringen. Regen durchnässte das Stadion. Die Associated Press berichtete, dass ein Mann auf seinem Platz blieb.[2]
Tulsas Sportdirektor Bubba Cunningham und sein Amtskollege von Oklahoma State, Mike Holder, einigten sich auf eine Grenze: Ein Blitzeinschlag in der Nähe des Stadions nach 23:30 Uhr würde eine Absage bedeuten. Der letzte registrierte Einschlag erfolgte um 23:23 Uhr. Das ließ gerade genug Zeit, damit die Spieler kurz vor Mitternacht zum Aufwärmen zurückkehren konnten.[1]
In den Spielplänen der Teams gab es kein gemeinsames freies Wochenende, an das sie das Spiel einfach hätten verlegen können. Beide trafen am nächsten Samstag auf hochplatzierte Gegner. Eine Verschiebung hätte bedeutet, einen Termin zu finden, wo ihre Kalender sehr wenig Spielraum boten; weiterspielen bedeutete, Helme aufzusetzen und die Arbeit nach Mitternacht zu beginnen. Tausende von Fans blieben dafür.[2]
Cunningham musste auch eine NCAA-Satzung berücksichtigen, die den Beginn sportlicher Aktivitäten zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens verbot. Er erklärte der AP, er verstehe dies als Schutz vor frühmorgendlichem Straftraining, das von Trainern nach Spielen verhängt wurde. Seiner Auffassung nach konnte ein verspäteter Anpfiff erfolgen. Tulsas Heimauftakt am Samstag begann um 0:16 Uhr am Sonntag, dem 18. September 2011.[1][3]
Da die Spieler ein volles Spiel zu einer Stunde bestreiten mussten, in der er normalerweise schlief, machte sich Oklahoma States Trainer Mike Gundy Sorgen um Verletzungen auf beiden Seiten. Er widersprach der offensichtlichen Beruhigung, dass junge Leute sowieso lange aufbleiben. Um drei Uhr morgens wach zu sein, so betonte er, bereite den Körper kaum darauf vor, dann Football zu spielen.[2]
Um 3:35 Uhr morgens hatte Oklahoma State seinen 59:33-Sieg, und Quarterback Brandon Weeden hatte eine weitere lange Nacht, die er mit fünf Jahren Minor-League-Baseball vergleichen konnte. Er hatte 20-Inning-Spiele gespielt. Nichts, sagte er, sei damit wirklich vergleichbar. Die Sieger waren begeistert, aber die Leute liefen wie Zombies herum. Der Sieg hinterließ immer noch bei allen das Bedürfnis nach Schlaf.[2]
Am Anfang dieser langen Nacht auf dem Spielfeld hatte Schiedsrichter Randy Smith die Kapitäne gefragt: "Seid ihr Jungs endlich bereit, etwas Football zu spielen?" Die Spieler von Oklahoma State hatten den Sturm abgewartet, ihre Sandwiches gegessen und sich wieder aufgewärmt. Tulsas Kicker Kevin Fitzpatrick näherte sich dem Ball. Pfiffe ertönten. Die Offiziellen mussten die Play Clock zurücksetzen. Die Play Clock ging zurück auf 25 Sekunden.[2]
Quellen
- Associated Press via Deseret News: Seltenes Mitternachts-Footballspiel wäre beinahe nicht zustande gekommen
- Associated Press via ESPN, archivierter Spielbericht
- University of Tulsa: Tulsa unterliegt Oklahoma State, 59-33
Illustratives Veranstaltungsfoto: H.A. Chapman Stadium während Tulsa gegen Sam Houston State, 26. September 2009, nicht das Mitternachtsspiel von 2011. Foto von Chippothenut, CC BY 3.0; zugeschnitten und in der Größe geändert. Bildquelle. CC BY 3.0 Lizenz.




